Liebes Tagebuch ...



16. April 2018

Als Ray von einem seiner allnächtlichen Streifzüge zurückkommt, jagd er mir einen Riesenschreck ein. Er sitzt mit geöffnetem Fang über dem Katzenfutter, speichelt wie verrückt und ist nicht in der Lage, sein Maul zu schließen geschweige denn zu fressen. Mein 1. Gedanke war: so eine Scheiße! Hoffentlich hat er sich nicht seinen Kiefer gebrochen. Das fehlt uns jetzt noch. Ein halbwilder Kater, dem wir den Kiefer verdrahten und wochenlang einsperren müssen...

Bei einer genaueren Untersuchung sehe ich aber neben all dem Speichel auch, dass sich etwas in Rays Zähnen verkeilt hat. Ich fixiere seinen Kopf mit der einen und entferne das graue etwas zwischen den Backenzähnen mit spitzen Fingern der andern Hand. Und zum Vorschein kommt ein kleiner Wirbelknochen - wahrscheinlich von einer Ratte. So ein unfreiwilliger Maulkeil kann auch Mal schnell zu einem Todesurteil werden, wenn das arme Tier deshalb weder fressen noch trinken kann. Es scheint so, als wüsste unser Teilzeitstreuner, wo er Hilfe bekommt, wenn nötig.

Nachdem der kleine Übeltäter entfernt ist, schlägt sich Ray auch gleich mal den Magen voll. Manchmal können kleine Rettungsaktionen auch einfach sein.



13. April 2018

Damit wir im Garten anständig arbeiten können, müssen wir erst Mal den "Rundkurs" vom ganzen Holz des letzten Jahres befreien. 2 Tage Arbeit, in denen wir "tatkräftig" von unserem Rudel unterstützt werden. Und weiter geht's. Als nächstes ist unser Gemüsebeet und die Installation der Sommerdusche dran.


Greengates-Garten-2018


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12. April 2018

Endlich... der Frühling ist da. Und mit ihm jeden Tag über 20 Grad plus. Heißt aber auch, dass wir jetzt überall Hundehaare in rauhen Mengen haben. Noch mehr als sonst. Also sammeln wir bei den alltäglichen Kämmaktionen nun das ausgebürstete Fell und hängen das Netz in einen Baum. So können sich die Vögel  kuscheliges Nistmaterial abholen und unsere Hunde sind froh, den Winterbalballast loszuwerden. Juckt sonst eh nur und hält unnötig warm.




11. April 2018

Leider hat die konservative Behandlung  von Stevie's Beinbruch keine Aussicht auf Erfolg.

Letzte Woche Montag sollte nun endlich die schon überfällige Röntgenuntersuchung stattfinden, nach dem unser Tierarzt sein Röntgengerät wieder zurück hatte. Also packten wir Stevie ins Auto und Hana als Verstärkung gleich mit und fahren nach Sevlievo zu Momchil. Nachdem Stevie schon vor Ort und in Position gebracht ist, stellen wir leider fest, dass das Röntgengerät kaputt ist. Na klasse. Jetzt habe ich den armen Kerl umsonst 30 km durch die Gegen gekarrt.

Einen Tag später ist das Gerät einsatzbereit. "Same procedere as yesterday" und das Röntgen funktioniert. Allerdings ist das, was wir da zu sehen kriegen ganz und gar nicht erfreulich. Zwar ist der Bluterguß fast ganz weg, dafür haben wir nun im Röntgen den perfekten Blick auf die gebrochen Knochenenden, die so gar nicht aufeinander passen wollen. Weil Micha bei den Hunden Zuhause die Stellung halten muss, entschließen wir uns zu einer kleinen Telefonkonferenz  und können so alles durchsprechen. Vor allem wo und von wem die OP durchgeführt werden soll. Denn ohne würde es nicht gehen. Wir haben uns dann für unseren Haustierarzt entschieden. Die Alternative wären 3 Stunden Fahrt in eine Klinik nach Varna. Das Angebot von Momchil, dass ich bei der OP assistieren könnte, gab mit den Ausschlag und ich nahm es gerne an. So hatte ich auch die Möglichkeit, besonders auf die Hygiene während der OP zu achten. In einer fremden Klinik wäre mir das sicher nicht eingeräumt worden.

Gesagt getan. Der Marknagel wurde noch am gleichen Tag eingesetzt.

Jetzt machen wir alle 2 Tage Verbandwechsel und überprüfen, dass sich Wunde und das gesamte Bein nicht entzünden. Unser Stevie ist dabei ein absoluter Musterpatient und unglaublich geduldig und brav. Er versucht nicht an dem Verband herumzunagen und ist sehr vorsichtig mit dem Bein. In 5 Wochen kommt der Pin wieder raus. Aber bis er wieder mit den anderen Spielen und Rennen kann, wird wohl noch viel Zeit vergehen, in der wir sein Bein und speziell die Pfote, die er wegen der Position des Marknagel nicht einsetzen kann, behandeln werden müssen.

1 Sekunde, 1 Unachtsamkeit und schon ist alles anders als vorher. Aber es wird schon wieder



Stevie


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8. April 2018

Die Mädchen haben Wort gehalten und sind heute pünktlich zum Ostersonntag mit den gefärbten Eiern zurück... also eigentlich ist es nur 1 dunkelrotes Ei, dass sie als Geheimwaffe zum traditionellen Eierkampf mitgebracht haben. Ich trete an mit 2 gefärbten Eiern, die Valya uns am Donnerstag geschenkt hat. Los geht's. Die 2 Kontrahenten nehmen das jeweilige Ei in die Faust und dann werden die Enden gegeneinander geschlagen. Der, dessen Ei dabei zerbricht, hat verloren. Der Gewinner darf weiterkämpfen. Meine beiden Waffen haben sich als sehr dünnschalig erwiesen und ich habe gleich mal meine 2 Kämpfe verloren. Dafür dürfen sich die Kinder über ihre Beute bestehend aus besagten Eiern und ein paar Schokotalern freuen und ziehen weiter zum nächsten österlichen Wettstreit.




31. März 2018

Ich kann die Kinder vom anderen Ende des Grundstücks rufen hören:" Tamaaaraaaaaaa !!!"

Normalerweise fragen sie nach einem Tee, Kaffee oder Bonbons oder auch schon Mal nach ein wenig Geld für Brot. Heute sind sie aber, wie jedes Jahr um diese Zeit, vor unserem Tor, um etwas vorzutanzen und zu singen und dafür ein paar Eier für Ostern zu bekommen, die sie dann bemalen können. Neben den Eiern haben wir für sie noch ein paar Münzen und Schokolade. Schließlich begehen wir Ostern schon eine Woche früher. Nach der kleinen Vorführung gibt's noch ein Gruppenfoto und mit ganz viel Glück bekommen wir ein paar von den Eiern dann in 1 Woche zum orthodoxen Osterfest zurück geschenkt. Aber wahrscheinlich essen sie sie doch wieder selbst ;-) Sei ihnen gegönnt. Gibt selten genug welche. Dann wenigstens zu Ostern.




28. März 2018

Nach den Schneemassen der letzen Tage, hatten wir nun feinstes Tauwetter und noch Regen obendrauf. Unser Garten ist eine einzige  Matschsuhle. Trotzdem sind wir täglich mit unseren Mäusen etliche Male draußen, damit sie sich austoben und Dampf ablassen können. Tja, und heute ist es dann passiert. Wir waren direkt daneben, als Stevie beim Spielen ausgerutscht und mit den Vorderbeinen unter einem der Holzdecks, die ich für die Hunde gebaut habe, hängengeblieben ist.  In Panik hat er versucht mit einem Satz wieder aufzustehen, bevor wir auch nur reagieren und ihn daran hätten hindern können. Dabei hat er sich sein linkes Vorderbein gebrochen. Wir können es noch immer nicht fassen. Eine Schrecksekunde und alles ist anders. 

Wir haben den Sturz beobachtet und uns war beiden sofort klar, das es ernst ist. Wir haben ihn ... und auch die anderen ... dann erst Mal beruhigt und ihn untersucht, aber Elle und Speiche sind durch.

Der arme Kerl!!! 

Erst einmal mussten dann alle sortiert und im Haus und Garten verteilt werden, damit Michael und ich überhaupt zusammen das Haus verlassen konnten. Denn alleine hätte ich nicht fahren können. Einer musste bei Stevie bleiben und ihn im Auto lagern und halten, damit er nicht unkontrolliert herumstolpert  oder fällt. Beim Arzt bekam er dann gleich eine gepolsterte Schiene verpasst. Röntgen konnten wir Stevie's Bein heute leider nicht gleich, weil der Arzt sein mobiles Röntgengerät verliehen hatte. Und in der anderen Praxis, in die wir noch hätten fahren können, generell keine Röntgenbilder gemacht werden. Schon schwer, hier einen guten Tierarzt zu finden.

Wieder zu Hause habe ich alles noch Mal richtig von allen Seiten gepolstert. Am Montag wird das Röntgengerät wieder da sein und wir können die Röntgenkontrolle machen, um zu sehen, ob nicht doch eine Operation notwendig wird. Aber wir scheuen uns ehrlich gesagt vor einer KnochenOP, weil es unter den hygienischen Bedingungen hier zu einer bösen Infektion kommen könnte. Momentan hat er keine offene Wunde und das Bein scheint gut positioniert und stabilisiert. Also hoffen wir, dass der Kleine mit ein paar Wochen Ruhigstellung in der Schiene um eine so große und riskante OP herumkommt. Jetzt hilft wohl nur noch Daumen drücken.



Stevie


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22. März 2018

Vor 2 Tagen war Frühlingsanfang... aber eine Schwalbe macht wohl tatsächlich noch keinen Sommer. So spielen wir eben weiter im Schnee...


Tagebuch 22-03-2018 Frühlingsanfang


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16. März 2018

So sieht es aus, wenn Micha mit seinen "Bondgirls" Moni und Penny zum monatlichen  Einkauf fährt... einfach ein Dreamteam





12. März 2018

Vor 3 Wochen haben wir bei Graham einige alte Paletten abgeholt, für die er keine Verwendung mehr hat und eigentlich auch nie hatte, weil die mittlerweile meist baufälligen Brettergestelle noch vom Vorbesitzer des Hauses, ohnehin nur im Weg herumstanden.

Nachdem das Wetter jetzt langsam besser wird, habe ich mich im Garten mit 16 nassnasigen Assistenten, einem ganzen Stapel Bauholz und reichlich Werkzeug und Schrauben ausgebreitet.

Der Plan war, die alten Paletten kostengünstig zu Hundedecks umzubauen, ohne dass sich die Hunde in den großen Spalten die Pfoten und Zehen einklemmen. 

3 Tage, 5 Paletten, den einen oder anderen Fehlversuch und einen dicken Muskelkater in den Oberarmen später, werden die neuen Sonnenplätze und die neu entstandene, zugegebenermaßen rustikale, Hütte ausgiebig getestet und, wie es aussieht, für gut befunden.

Hat echt Spaß gemacht Mal wieder etwas zu bauen und kreativ zu sein, auch wenn eigentlich andere Arbeit wartet und erledigt werden will. Aber die läuft uns schon nicht weg.


Tagebuch 12-03-2018 Palettenmöbel


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11. März 2018

Die ersten Knospen sprießen an den Bäumen und jeden Tag wird das Gras höher. Der Frühling scheint nicht mehr aufzuhalten zu sein. Es ist so schön, endlich wieder nach draussen gehen zu können und dabei nicht frieren zu müssen sondern einfach nur die Sonne zu genießen.

Auch unsere bulgarischen Nachbarn, die nur hin und wieder an den Wochenenden über die Sommermonate oder zur Jagdsaison im Winter in ihrer Datsche sind, arbeiten im Garten. Wir haben ein gutes Verhältnis, grüßen uns und unterhalten uns hin und wieder über den Zaun. So auch heute.

Ein bisschen Smalltalk über das Wetter und die Gartenarbeit, wie es im Job läuft und was unsere Hunde machen. Nachdem sie sich an den großen Mann am Zaun gewöhnt haben, ebbt auch das Bellen soweit ab, dass eine Unterhaltung überhaupt möglich wird. 

Die Hunde laufen alle frei im Garten herum und mitten im Gespräch zeigt Mishu auf Penny und fragt, ob wir nicht einverstanden wären, wenn Rajkos Jagdhundrüde unsere Penny decken würde, weil er und ein paar befreundete Jäger Bedarf an gutem Jagdhundnachwuchs hätten.

.....tiefer Seufzer.....erst Mal durchatmen.

Ich kann ja verstehen, dass man von so einem schönen und kraftvollen Hund wie Penny gerne Welpen hätte, um die nächste Generation an Jagdhunden heranzuziehen. So machen das die Leute hier nun Mal. Aber es werden eben nicht nur die Hunde geboren die von den Anlagen, dem Geschlecht und den Ambitionen passen. Was zu viel oder ungeeignet ist, wird unter Schwund verbucht und würden wir uns nicht um die Vermittlung kümmern, kämen diese Hunde leider unter die Räder.

Während ich einerseits Verständnis für unseren Nachbarn aufbringen kann, bin ich auf der anderen Seite noch immer sprachlos über diese Anfrage und was das eigentlich im Detail bedeuten würden. Nicht, dass die Leute auch nur im Ansatz verstehe würden, was wir hier eigentlich machen... nämlich Tierschutz. Und das in einem Land, das überquillt vor Hunden- und nicht zuletzt, ausgemusterter, ungewollter oder überflüssig gewordener Jagdhunde. 

Für uns würde das heissen, dass wir Penny decken lassen müssten, sie trächtig würde, Welpen bekäme, die in unserem Rudel aufwachsen und schon bald auf unserer Couch schlafen würden. Nur damit wir sie nach ein paar Monaten in fremde Hände abgeben müssten, wo sie dann ein Dasein an der Kette fristen und als Highlight an ein paar Wochenenden im Jahr für die Jagd auf das Wild losgelassen würden. Wirklich nicht. Erst letztes Jahr habe ich die Bracke unseres Bürgermeisters zusammengeflickt, nachdem ihm ein Wildschwein den Oberschenkel aufgeschlitzt hatte.

All das im Hinterkopf, habe ich das Angebot abgelehnt - welche Überraschung - und ihm darüber hinaus erklärt, dass all unser Hunde kastriert sind. Er war nicht allzu verwundert und fand sich wahrscheinlich nur darin bestätigt, dass wir ein wenig... "besonders" sind... mit all unseren Hunden. 

Warum auch immer er nicht wirklich mit Penny als Leihmutter gerechnet hatte, gibt mir ein wenig Hoffnung, dass die Menschen hier anfangen etwas mehr in unsere Richtung zu denken und sich langfristig vielleicht doch etwas zum Guten ändert.


Penny


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9. März 2018

Der Frühling bahnt sich langsam seinen Weg und bevor alles in Windeseile zuwächst, müssen wir das hintere Grundstück auf Vordermann bringen. Das heißt die Bäume stutzen und kleinere Wurzeln, die vom letzten Jahr noch überstehen, ausgraben. 

Doch bevor es losgehen kann, sehe ich Laika, die mit "etwas oder jemandem" ganz aufgeregt im Gras spielt. Bei näherer Betrachtung finde ich eine wunderschöne und tiefgrüne Zauneidechse, die so gar nicht zum Spielen mit dem quirligen Hund aufgelegt war. 

Naja, die Gartenhandschuhe hatte ich ja schon an und so habe ich das noch etwas träge Reptil aufgehoben und auf die Mauer in die Sonne gesetzt. Dort hat sich der kleine Drache noch etwa eine halbe Stunde regeneriert, um sich dann aufzumachen in neue Abenteuer.

Mission erfüllt und keine weitere Nachsorge nötig. Jetzt aber ran an die Wurzeln...


Tagebuch 09-03-2018 Drachenzähmung


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5. März 2018

Wie erwartet war unser Winterspaß nur von kurzer Dauer. Nun ist Micha mit den Hunden "gestrandet". Auf einem "Floß" inmitten von Matsch. Und keiner hat mehr Lust, in dem kalten Nass herumzulaufen. Das schien die perfekte Gelegenheit zu sein, unseren Stall oder besser gesagt, unser künftiges Bad auszumisten, das alte Stroh im Garten zu verteilen und so ein etwas trockeneres Ambiente zu schaffen. Es dauert hoffentlich nicht mehr lange, bis die ersten Halme und Knospen zwischen dem alten Stroh sprießen...


Tagebuch 05-03-2018 Strohspiele


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1. März 2018

Nach wochenlangem Schmuddelwetter und Ausglitschen im knöcheltiefen Matsch haben wir seit 3 Tagen endlich ein paar Grad unter Null und Schnee, Schnee und noch mehr Schnee. Ich kann die Erleichterung unserer Hunde förmlich spüren und sehen. Sie toben und jagen sich gegenseitig ausgelassen in der weißen Pracht. Jetzt müsste der Winter nur noch nahtlos in tolles und trockenes Frühlingswetter übergehen. Naja, das wird wohl nicht passieren. Aber bis uns sie Nässe wieder einholt, haben wir alle Spaß im Schnee...


Tagebuch 01-03-2018 Schneegestöber


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24. Februar 2018

Bisher haben wir, wie die Bulgaren sagen, einen "Gypsiewinter". Es ist mild.....viel zu mild. Und nass. Wir ertrinken geradezu in Schlamm und Matsch! Wir brauchen so dringend ein wettergeschütztes Gehege für die Bande. Und eine kleine Waschstation für die vielen Hundepfoten. Gibt es eigentlich Waschstraßen für Hunde? Das wär's... Vorwäsche, Hauptwäsche, Fönen, Abtrocknen, Durchrubbeln... Fertig. Dagegen sieht's zur Zeit bei uns eher etwas anders aus...


2 min. Waschen und Abtrocknen pro Hund. Momentan x16. Das Ganze 6-8 mal am Tag...

Wow, kein Wunder, dass die Tage gerade so schnell vorbei ziehen.



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15. Oktober 2017

In welchem Universum hätte ich mir das wohl vorstellen können? 

Die Jagdsaison hat gerade erst begonnen und 2 Wochen später habe ich mit der besten  Krankenschwester, die man sich nur vorstellen kann, Michael zusammen, auf dem Brunnen vor unserem Haus, Kristos Jagdhund zusammengeflickt. Ein Wildschwein hatte ihm beide Oberschenkel aufgeschlitzt... Zum Glück war "nur" die Haut in einem Winkelriss abgehoben und kein Muskel verletzt.

War unfassbar tapfer beim Nähen, der kleine Kerl! Versorgt mit einer Hautnaht, einem Halskragen und der Anweisung Antibiotika für eine Woche zu besorgen, habe ich Besitzer und Patient dann wieder nach Hause geschickt. Normalerweise würde ich einen solchen Eingriff nicht ohne Sedierung machen. Aber hätte ich mich geweigert, wäre der arme Hund wohl unversorgt geblieben, die Wunde hätte sich infiziert, wäre ewig nicht zugeheilt und  Kristo hätte einige Tage später mit einem größeren Problem wieder vor unserem Tor gestanden. Dann ist es schon besser, wenn der Patient kurz die Zähne zusammenbeißen muss und in einer Woche ist der ganze Vorfall dann verheilt und vergessen.

Und so war es dann auch.





8. April 2017

Heute durfte Pips mit Gina, Martin, Polly und Ivo im privaten Airportshuttle nach Sofia reisen. Dort warten in der Wildtierstation gleichaltrige Eichörnchenkumpels, mit denen er aufwachsen darf. Ich musste einige Mal mit Lyubena telefonieren, die Pips mit dem Bus nach Sofia schicken wollte. Mir haben sich bei der Vorstellung, dass das verschreckte Wildtier in einem öffentlichen Verkehrsmittel über 3 Stunden unterwegs sein sollte, die Fussnägel hochgerollt. Lyubena versicherte mir, dass sie das immer so machen. Egal wo in Bulgarien ein Wildtier gefunden und nach Sofia gebracht werden muss, wird es im öffentlichen Bus transportiert. In Deutschland undenkbar. Und wir wollten lieber eine etwas stressfreiere Überführung.

Unsere Nachbarn sind so lieb, Pips direkt in der Klinik abzugeben. Und in ein paar Wochen wird er dann hoffentlich in die freie Wildbahn entlassen. Hab ein tolles Leben, kleiner Kobold.

 

 


4. April 2017

Wir haben einen neuen Mitbewohner. Gina und Martin haben den kleinen Kerl erschöpft vor ihrer Scheune gefunden und zu uns gebracht, weil sie nicht wussten was zu machen wäre und wohin mit dem Tierbaby. Mama oder Geschwister waren keine in Sicht.

Seine 1. Flaschenmahlzeit bei uns hatte er schon und unsere Herzen hat er auch schon gleich erobert. Jetzt versuchen Michael und ich uns wohl in der Eichhörnchenaufzucht.




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22. April 2016

Idgies Version von "The great escape"

Igdie oder Luna, wie sie heute heißt, ist ein wahrer Ausbruchskünstler. Kein Zaun ist zu hoch oder hat nicht mindestens ein kleines Schlupfloch, das es zu erweitern gilt. Jeder neue Tag bringt uns ein paar neue Überraschungen. Erst gestern stand sie mit einem Sprung im Spülbecken in der Küche, um das schmutzige Geschirr einer Vorwäsche zu unterziehen und dann heute das....




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