Olivia und Fussel




Olivia, unsere Bodeguero Hündin kam im Oktober 2005 aus Spanien zu uns mit schweren Lahmheiten und Untergewicht. Wahrscheinlich die Folgen eines Autounfalls ohne eine ausreichende medizinische Versorgung. Noch ein wenig schüchtern aber mit viel Herz eroberte „Miss Charming“ uns im Sturm. Die anfängliche Gangtechnik im Handstand zu laufen, gewöhnte sie sich mit zunehmender Muskulatur der Hinterbeine ab. Heute, nach unzähligen Behandlungen, macht unsere „Rennsemmel“ ihrem Namen alle Ehre, auch wenn sie aufgrund der Spätfolgen des Unfalls immer noch etwas humpelt. Olivia knüpft extrem schnell Kontakt und findet jeden so richtig toll. Gesteigert wird diese Zuneigung noch, wenn Essbares ins Spiel kommt. Ausgiebig testen konnten wir das schon auf Reisen nach Indien und Schottland mit ihr. Lange alleine bleibt man da selten.


Fussel, unser spanischer „Senfhund“ bekam seinen Namen aufgrund seiner hübschen Frisur und der Fähnchen an seinen Ohren, die mehr an einen Luchs als an einen Hund erinnern. Mit Katzen hat er allerdings nicht sehr viel gemein, denn nachdem er in Deutschland angekommen war, ist er von den 3 Katzen in seiner Gastfamilie ganz schön in die Mangel genommen worden. Zur Gegenwehr viel zu gutmütig, ging er in den Hungerstreik. So kam er 2006 schließlich zu uns mit dem Vorbericht katzenfreundlich zu sein und zusätzlich eine Bewegungsstörung zu haben. Seine Behinderung stellte sich als eine alte Wirbelsäulenverletzung heraus, die ihm einen Buckel und dazu einen Gang à la Charly Chaplin verschaffte und ihm so zu dem Spitznamen „Pitti Platsch“ verholfen hat.


... und Hana

Schon 2 Jahre alt. Hana im Herbst 2015 in Bulgarien


Hënë (Hana) ist nun seit Herbst 2013 der dritte Vierbeiner unseres Rudels.

Als wir im Oktober 2013 nach Albanien zurückkehrten, um dort den kommenden Winter zu verbringen, lief TaMara dieses kleine Fellknäuel über den Weg. Gerade ein paar Wochen alt, schon ziemlich abgemagert und ganz alleine. Offenbar ausgesetzt auf dem Kirchengelände in der Nähe des Klosters in dem wir arbeiteten. Zuerst gab's nur etwas Futter und eine Entwurmung. Doch noch am gleichen Abend kehrte TaMara mit Stirnlampe bewaffnet zurück, um die Kleine zu suchen und zu uns zu holen. Die nächsten Wochen würde sie kaum ohne Hilfe überleben können. Wenigstens wollte TaMara sie über den Winter etwas aufpeppeln. Als sie mir die Kleine dann aber zeigte, war sofort klar, dass sich unser Rudel gerade vergrößert hatte. Vier Beine mehr würden wir im Frühjahr in unserem 3rädrigen Hundetransporter schon unterbringen können ;-)
Unser frecher Neuzugang begegnete uns sprichwörtlich im Mondschein an einem Montag Abend.
Beides heißt im albanischen Hënë. Willkommen bei uns kleine Hana.


... und Mila

Mila im Herbst 2015 in Bulgarien



Mila kam im Frühsommer 2015 mit ihren 3 Welpen zu uns. Zu fünft wurden sie an einem Sonntag bei uns im Dorf am Friedhof ausgesetzt, als die Kleinen etwa 6 Wochen alt waren. Ein Welpe war allerdings einen Tag später schon nicht mehr da. Wir vermuten, dass eine der Familien, die von außerhalb zum Friedhof gekommen waren, die Kleine mit nach Hause genommen hat.
Ihre Tochter haben wir an diesem Sonntag ein paar mal mit den Welpen spielen sehen.
Mila bestand eigentlich nur noch aus Haut und Knochen und hatte kaum noch die Kraft, Milch für ihre Welpen zu produzieren. Hinter dem verwahrlosten struppigen, kleinen Wolf konnten wir aber schon erahnen, dass da ein ganz besonderer Hund versteckt ist. Aber von trockenem Brot alleine, das der eine oder andere Anwohner da gelassen hatte, konnten weder Mama noch Welpen leben.
Also sind die 4 bei uns eingezogen und wurden allesamt aufgepeppelt. Zwei unserer Friedhofsmädels, "Ennie" und "Miss Ellie" konnten wir nach ein paar Wochen persönlich im Auto zu Freunden nach Deutschland bringen. Für "Little Mila" organisierten wir den Transport zu ihrer neuen Familie in England. Ihre neuen Besitzer hatten sich zuvor bei uns in Bulgarien in die Kleine verguckt.
Alle drei haben sich mittlerweile ganz toll eingelebt.
Ziemlich schnell war uns Beiden aber klar, dass Mila zu uns gehört und wir sie nicht mehr hergeben wollten. So wurde Mila, altslawisch für "die Gute" zu unserer haarigen Helferin Nr. 4.





... und Chance

Mila mit Chance im November 2015